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Rammstein sind Deutschlands Skandalband par excellence – nun stellen die gebürtigen Berliner sich selbst ihrer bewegten Geschichte: Pünktlich zu Weihnachten erscheint eine Retrospektive ihres Oeuvres unter dem Namen “Made in Germany 1995-2011″. 2009 erschien ihr bislang letztes Studio-Album “Liebe ist für alle da”. Die sechs Musiker starten gleichzeitig zu einer neuen Tour. Auch im Ausland sind Rammstein als eine der wenigen deutschen Metalbands bekannt und teils beliebt, teils berüchtigt. Wobei das ja immer Hand in Hand geht: Ohne ihre Skandale dürften sich Rammstein heute sicherlich nicht über so viel Popularität freuen. Da wären etwa: Probleme mit dem Jugendschutz wegen Covern, Videos und Handlungen, verbotene Auftritte wie etwa in München, wo den Brachialrockern verboten wurde, am Totensonntag aufzutreten, und auch der einzige neue Song auf der Retrospektive “Mein Land” sorgt für erbitterte Diskussionen. Die meiste Kritik erntet Rammstein für ihr kriegerisches und hartes Auftreten, das an Nazis erinnert. In Interviews kämpfen die sechs Rocker vehement gegen ihre Verortung als Rechtsextreme – Songs wie “Links 2 3 4″ sprechen auch eine deutlich andere Sprache.
1994 wird Rammstein gegründet, ein Jahr darauf erscheint bereits ihr Debüt-Album “Herzeleid”. Nicht nur wegen der brachialen Kombination aus Metal, Rock und Elektronik gewinnen die sechs Jungs Aufmerksamkeit, auch die deutschen Texte von Sänger Till Lindemann und die spekatakulären und teils sehr brutalen Live-Shows mit viel Pyrotechnik errregen Aufsehen. Spätestens mit dem zweiten Album “Sehnsucht”, das 1997 erschien, war Rammstein in aller Munde, 2001 performten sie sogar bei den sonst ganz koscheren MTV Europe Music Awards. 2005 räumten sie den Echo ab – nur einer von vielen Preisen während ihrer gut fünfzehnjährigen Karriere. Ein Jahr darauf erschien ihre bereits zweite Live-CD “Völkerball”, 2009 gab es den zweiten Echo. Nachdem die sechs Musiker zehn Jahre lang nicht in US-Amerika erwünscht waren, spielten sie dieses Jahr wieder eine Show im Madison Square Garden in New York.