Comeback der Beach Boys

60er © Eric Scherrer - Fotolia.com

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Die Beach Boys aus Kalifornien, ihre Hits ‘Surfin’ und ‘Good Vibrations’, die goldenen 60er Jahre. Diese Komponenten zeichnen ein stimmiges Bild von gut gelaunten, glücklichen und braun gebrannten Surfboys, die vor lauter Lebensfreude Musik machen und die schöne Sommerwelt vom kalifornischen Strand in die Wohnzimmer dieser Welt transportieren. Die beiden genannten Songs sind tatsächlich internationale Hits gewesen, die Welt der Beach Boys allerdings war nicht immer so golden wie es das Klischee gewollt hätte.

Die fünfköpfige Band ist ein Familienclan, drei Brüder, Carl, Dennis und Brian Wilson und ihre Cousins Mike Love und David Lee Marks die Besetzung, Manager der Combo der Vater Murry Wilson, der auch derjenige ist, der ihnen Anfang der 1960er Jahre einen Plattenvertrag beim Majorlabel Capital verschafft. Es folgen viele erfolgreiche Jahre, ausgedehnte Tourneen und interne Auf und Abs in der Band. Dem Songschreiber Brian Wilson, der als der kreative Kopf der Band gilt, geht es am schlechtesten, er erleidet einen Nervenzusammenbrucb und ist ab 1964 nicht mehr mit auf der Bühne, bleibt aber der Songschreiber der Band.

Das Album Pet Sounds, erschienen im Jahr 1966, gilt heute immer noch als eienr der Meilensteine in der Popgeschichte, die Legende besagt dass das Album Sgt Peppers von den Beatles ohne Pet Sounds nie so geworden wäre wäre wie es ist. Tatsächlich verabscheiden sich die Beatles auf diesem Album von den vorangegangenen relativ eindimensionalen Songstrukturen, die einfachen Surfhits zum Mitsingen werden ersetzt durch komplexere Songstrukturen und für damailige Verhältnisse völlig untypische Instrumentierung: Zum Einsatz kamen zum Beispiel bellende Hunde, Glasflaschen oder auch Fahrradklingeln.

Jetzt, zum 50-jährigen Bandjubiläum, wollen es die Beach Boys noch einmal wissen. Dennis und Carl Wilson sind inzwischen gestorben und die übrigen Mitglieder zwischen 63 und 70 Jahren alt, das hat sie aber nicht davon abgehalten, ein neues, bisher untituliertes Studioalbum aufzunehmen und eine Tour anzukündigen, die 50 Auftritte umfasst.

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Bon Iver ruft und alle kommen

Die gängige Vorstellung vom Singer/Songwirter, geht wohl immer noch auf die Barden unserer Eltern zurück. Bob Dylan, Leonard Cohen, die mit ihrem lyrischen Talent und sanften Klängen, die Misstände unserer Welt besangen. Justin Vernon ist für diese Genre eigentlich zu jung. Trotzdem hat er sich durch sein Projekt “Bon Iver” ganz weit hoch in den Szenehimmel katapultiert und das ganz ohne schrille Outfits. 

Auch wenn seine melancholischen Lieder besser in eine Blockhütte mit knisterndem Lagerfeuer passen, schaffte er es im November die gesamte Berliner Columbiahalle zu füllen. Über 3.500 Menschen besuchten das ausverkaufte Konzert und konnten teilnehmen an etwas, dass getrost als magischter musikalischer Moment 2011 bezeichnet werden kann. 

Justin Vernon ist Bon Iver. Seit er 2007 sein Debutalbum For Emma, Forever Ago veröffentlichte schaffte er sich in die Herzen verschiedenster Gruppierungen zu singen. Zu seinem Konzert, in dem er die neue Platte Bon Iver, Bon Iver kamen die unterschiedlichsten Leute. Nur wenige Akkorde begleiten seine Stimme, die aus tiefster Brust von den Leiden der Liebe erzählen. Die Idee zum Projekt “Bon Iver” (Franz. Kalter Winter) kam ihm, als er sich von den Widrigkeiten der Welt in eine Jagdhütte zurückzog, um sich danach mit voller Innbrunst seinem musikalischen Projekt zu widmen.

Und er trifft mit seinen Songs genau den Nerv der Zeit. Zu viele enttäuschte Seelen, die sich in rauen Großstadtdschungeln tummeln, sehnen sich nach Stunden in denen ihr Leid durch melancholische Songs gelindert wird. Und so treffen auf seinem Konzert alleinstehende Lehrer, magersüchtige Schülerinnen und karohemdtragende Berliner Mittehipster mit Nerdbrille aufeinander, denn sie alle verbindet diese besagte Schwermut.

Als Vernon dann sein “Skinny Love” zum Besten gibt wird es besinnlich in der Columbiahalle. Nach dem Konzert sind sich alle einig, dass sie hier etwas ganz Besonderes erleben durften. 

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Rammstein – Skandale und Meilensteine

Konzert © DWP - Fotolia.com

Konzert © DWP - Fotolia.com

Rammstein sind Deutschlands Skandalband par excellence – nun stellen die gebürtigen Berliner sich selbst ihrer bewegten Geschichte: Pünktlich zu Weihnachten erscheint eine Retrospektive ihres Oeuvres unter dem Namen “Made in Germany 1995-2011″. 2009 erschien ihr bislang letztes Studio-Album “Liebe ist für alle da”. Die sechs Musiker starten gleichzeitig zu einer neuen Tour. Auch im Ausland sind Rammstein als eine der wenigen deutschen Metalbands bekannt und teils beliebt, teils berüchtigt. Wobei das ja immer Hand in Hand geht: Ohne ihre Skandale dürften sich Rammstein heute sicherlich nicht über so viel Popularität freuen. Da wären etwa: Probleme mit dem Jugendschutz wegen Covern, Videos und Handlungen, verbotene Auftritte wie etwa in München, wo den Brachialrockern verboten wurde, am Totensonntag aufzutreten, und auch der einzige neue Song auf der Retrospektive “Mein Land” sorgt für erbitterte Diskussionen. Die meiste Kritik erntet Rammstein für ihr kriegerisches und hartes Auftreten, das an Nazis erinnert. In Interviews kämpfen die sechs Rocker vehement gegen ihre Verortung als Rechtsextreme – Songs wie “Links 2 3 4″ sprechen auch eine deutlich andere Sprache.

1994 wird Rammstein gegründet, ein Jahr darauf erscheint bereits ihr Debüt-Album “Herzeleid”. Nicht nur wegen der brachialen Kombination aus Metal, Rock und Elektronik gewinnen die sechs Jungs Aufmerksamkeit, auch die deutschen Texte von Sänger Till Lindemann und die spekatakulären und teils sehr brutalen Live-Shows mit viel Pyrotechnik errregen Aufsehen. Spätestens mit dem zweiten Album “Sehnsucht”, das 1997 erschien, war Rammstein in aller Munde, 2001 performten sie sogar bei den sonst ganz koscheren MTV Europe Music Awards. 2005 räumten sie den Echo ab – nur einer von vielen Preisen während ihrer gut fünfzehnjährigen Karriere. Ein Jahr darauf erschien ihre bereits zweite Live-CD “Völkerball”, 2009 gab es den zweiten Echo. Nachdem die sechs Musiker zehn Jahre lang nicht in US-Amerika erwünscht waren, spielten sie dieses Jahr wieder eine Show im Madison Square Garden in New York.

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The Voice Of Germany – neues von der Castingmeile

Casting, Foto: martin&julia_flickr

Casting, Foto: martin&julia_flickr

Am Donnerstagabend startete die erste Folge von “The Voice” auf Prosieben. Diese Sendung reiht sich nun zu den anderen zahlreichen Castingformaten im Deutschen Fernsehen, welche ich sicherlich nicht extra erwähnen muss, da sie irgendwie doch jeder kennt. Nur die Frage die sich nun jeder stellt ist ob es sich dabei um die gleiche Casting-Show handelt wie bei allen anderen oder ob die Show mit etwas neuem daherkommt.

Schon recht lange vor Sende-Beginn wurde mit Werbung für die Show begonnen. Dabei wurde recht deutlich, dass es (wie auch im Titel wiederzufinden ist) vor allem um die Stimme der Kandidaten geht. So sitzt die Jury in großen Sesseln mit dem Rücken zur Bühne und sieht die Kandidaten nicht, sondern hört lediglich ihre Stimme. Dies soll zeigen, dass die Jury nicht nach äußerlichen Kriterien geht, sondern wirklich nur um die Stimme.

Als dann die erste Show ausgestrahlt wurde sah man, dass Prosieben hielt was es versprochen hatte. So stand wirklich die Stimme im Vordergrund. Außerdem war die Auswahl der Jury recht beeindruckend, da sie über wirklichen Musikverstand verfügen und so manche Jury sich um Leute wie Xavier Naidoo oder Nena die Arme ausreißen würde.

Die Show gab es bereit in Amerika und auch in den Niederlanden. Beide Male war sie bisher ein voller Erfolg und konnte große Stimmen herausbringen, welche zumindest auf nationaler Basis erfolgreich sein konnten und auch noch immer sind. Und genau das ist auch das Ziel der Casting-Show: Keine Leute auf die Bühne zerren die dann für ein Album lang erfolgreich sind und dann wieder in der Versenkung verschwinden. Viel mehr geht es darum wirklich langfristig Leuten Erfolg zu bringen und sie somit im Show-Business zu etablieren.

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Zum 20. Todestag von Freddie Mercury

Freddie Mercury, Foto: ceinwen21_flickr

Freddie Mercury, Foto: ceinwen21_flickr

Musiklegenden sterben nie – sagt man zumindest. Selbst sie sind nämlich nicht vor dem irgendwann kommenden Ableben geschützt und müssen zu Grabe getragen werden. Die Musik allerdings bleibt erhalten und im Ohr. Vermutlich sterben diese Legenden deswegen nicht. Und so verwundert es kaum, dass die Menschen wenn sie mit dem Knien auf den Fußboden sitzen, auf selbigem in die Hände rhythmisch klatschen, an Freddy Mercury und seine Band Queen denken müssen. “We will rock you”, singt man dann leise oder laut vor sich her, alle anderen machen mit.

Freddy Mercury ist der Sänger der legendären Band Queen und wahrscheinlich mindestens genauso legendär wie die Band. Man hörte seine Stimme in den glückseligen Momenten, als man sich die Single “We are the Champions” in sein Kofferadio legte und diese abspielte. Genauso feierwütig wie bei “We are the Champions” hörte man “We will rock you” und feierte mit unzähligen anderen oder alleine auf der heimischen Couch – in der abermals bekannten Abfolge Knie, Boden, Klatschen.

Freddy Mercury hatte AIDS. Vor zwanzig Jahren starb der legendäre Sänger im Alter von 46 Jahren. Nun ist also der Moment für die langjährigen Queen-Fans gekommen, an dem die vielen CD’s, Schals und T-Shirts und anderen Fanartikel wieder aus dem Schrank geholt werden können. Mercury lebte einen exzessiven Stil aus. War in gewisser Hinsicht für seinen Tod mitverantwortlich, allerdings war er mit 46 Jahren auch noch ebenso zu jung, um aus dem Leben zu scheiden, so dass die Musik, die er noch produzieren und machen hätte können, der Nachwelt vorenthalten wurde. Wenigstens leben die Erinnerung und der Gestus zu seinen Liedern bei jeder Party, auf der Queen gespielt wird.

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Florence And The Machine ist zurück

© Otmar Smit - Fotolia.com

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Heute als Königin des Drama-Pop gefeiert, eroberte die stimmgewaltige Londonerin Florence Welch mit ihrem Debütalbum “Lungs” die Musikwelt. Damals schaffte sie es auf Platz eins der britischen Charts und wurde – und das ist noch erstaunlicher – auch in den USA mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. 2011 hat es Florence Welch sogar auf die “Time Magazine”-Liste der 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten geschafft.

Durch ihre etwas altmodische Art ist Florence Welch seit 2009 für immer mehr Fans zu einer besonderen Musikerin. Sie nennt sich selbst Florence & The Machine. Bei The Machine handelt es sich um keine feste Band. Damit sind die Musiker gemeint, die sie gerade begleiten. Florence bleibt dabei immer die Hauptperson. Die altmodische Sängerin lässt sich in ihre Songs ganz fallen. Mit ihrer großen Soulstimme singt sie Indie-Popsongs. Gleichzeitig ist Florence & The Machineaber auch ein ausgesprochen modernes Pop-Produkt. Denn ihr Durchbruch in den USA gelang ihr nach einem spektakulären Auftritt bei den MTV Video Music Awards, wo sie ihren Song “Dog Days Are Over” im großen Ballkleid auf einer rotierenden Scheibe sang. Danach waren ihre Lieder im Soundtrack etlicher US-Fernsehserien zu hören.

Ihr vorheriges Album “Lungs” wurde durch die Kritiker der Musikzeitschrift “Spin” zum Album des Jahres gewählt. Nun legt sie mit “Ceremonials” den Nachfolger vor. Ihr Debütalbum “Lings”, war ein charmantes Sammelsurium aus PJ-Harvey-artigem Trotz-Blues (“Kiss with a Fist”), einer sympathischen Disco-Coverversion (“You’ve Got the Love”) und opulent arrangiertem Britinnen-Soul (“Dog Days Are Over”), aufgenommen in verschiedenen Studios mit unterschiedlichen Produzenten. Ihr neues Album dagegen klingt nicht mehr nach einer Vorliebe fürs Unperfekte. Das neues Album wurde ausschließlich mit dem Produzenten Paul Epworth im Abbey-Road-Studio aufgenommen. Fast alle Songs sind rund fünf Minuten lang, voller Streicher und Stammestrommeln, und Florence Welchs Stimme ist nahezu nonstop im Drama-Modus. Kritiker fragen sich, ob sie mit ihren intimen und bewegenden Texte über Bedauern, Betrug und Begräbnisse, die sie mit bombastischen Sound kombiniert hat, nicht vielelicht die Richtung von U2 einschlagen will.


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Sigur Ros mit neuem Live-Album

 

© jehafo - Fotolia.com

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Um die legendäre isländische Post-Rock-Formation Sigur Rós rund um Sänger Jonsi ist es in den letzten Jahren ziemlich still geworden. Verschiedene Gerüchte kursierten – spekuliert wurde unter anderem um eine Auszeit der Band, um sich Solo-Projekten widmen zu können, und um ein angeblich beinah schon fertiges neues Album, das dann aber doch verworfen wurde. Nun meldet sich die Avantgarde der nordeuropäischen Musikszene, die auf einer Wellenlänge mit so berühmten Musikern wie Björk oder Amiina steht, endlich wieder zurück: Ein Doppel-Live-Album mit Konzertfilm wurde bei den Internationalen Film-Festspielen von Venedig im vergangenen September präsentiert. Kommendes Jahr könnte dann ein neues Studio-Album der isländischen Traum-Rocker folgen.

Das Live-Album, das unter dem Titel “Inni” erhältlich ist, ist keines dieser langweiligen Konzert-Aufzeichnungen, bei denen alle Lieder genau wie die im Studio eingespielten Songs klingen, nur inklusive Applaus und Performance. Sigur Rós verarbeiten Elemente ihrer Songs und spielen damit frei herum – wer die vier Jungs einmal live erlebt hat, kann aus eigener Erfahrung berichten, wie mächtig und intensiv ihre Live-Performance ist: Ihr Klang-Spektrum reicht von zerbrechlichen und leisen Tönen wie in “Flótjavík” zu brutalen Wänden aus Lärm wie in “Ny Batterí”. Diese Vielfalt und Wucht wird von den 15 Songs auf der Doppel-CD, beziehungsweise von den 13 Songs des Konzert-Films perfekt wiedergespiegelt. Aufgezeichnet wurde bei den letzten Konzerten der Band vor ihrer Auszeit im Alexandra Palace in London im Jahr 2008. Bei diesen Gigs verzichteten die Musiker auch auf das Streicherquartett amiina, das sie sonst bei fast allen Auftritten unterstützte – so kann der Zuhörer und oder Zuschauer einen sehr persönlichen, intimen Blick auf die isländischen Musik-Genies werfen.

 

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David Lynchs “Crazy Clown Time”

Musik © Martin Cintula - Fotolia.com

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David Lynch, der Mann, dem die Film- und Fernsehwelt Werke wie “Mullholland Drive”, “Lost Highway” und “Twin Peaks” zu verdanken hat, feiert ein furchteinflößendes musikalisches Album-Debut. Der Regisseur, Drehbuchautor und Prduzent ist bekannt für die verzerrte Andersartigkeit seiner bisherigen Projekte und genau das spiegelt sich auch in seiner Platte “Crazy Clown Time” wieder, die am 4. November veröffentlich wurde. 

Dass David Lynch immer schon eine große Affinität zu Musik hatte, ist nichts Neues. Er hat bei vielen Soundtracks seiner Filme mitgewirkt und jahrelang mit dem Komponisten Angelo Badalamenti zusammengearbeitet. Dieser Kooperation haben wir unter anderem das großartige Twin Peaks Love Theme zu veradanken. Wer allerdings mit Lynchs filmischen Reisen in surreale Welten nichts anfangen kann, wird es auch schwierig haben, sich in “Crazy Clown Time” rein zu hören. Die irrlichternden Klänge und die bedrohlichen Beats malen eine ganz eigene Atmosphäre. Seine eigene Stimme verzerrt Lynch und dafür ist ihm jedes Mittel recht: er flüstert, singt, spricht und nutzt Hall- und Verfremdungseffekte. 

Einen fantastischen Einstieg in das Album bietet “Pinky’s Dream”, bei dem die ebenso fantastische Karen O. als Gastsängerin mitwirkt. Lynch kommentiert das Stück so: “The horror and sadness of losing someone to other dimensions”. Die gesamte Platte regt zum Nachdenken an und schafft eine Mischung aus Angst und Faszination, Ekel und Entzückung, Abwehr und Neugierde. David Lynch macht das, was er am besten kann: er bricht Regeln, setzt einen Kontrapunkt nach dem anderen und überschreitet Grenzen. Damit hat er ein wunderbares Album geschaffen.

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The XX sind zurück im Studio

Sie waren die britischen Newcomer 2009: Die vier Musiker von “The XX” waren nach 15 Jahren Musizieren im eigenen Keller endlich an die Pop-Oberfläche geschwommen. Für ihre Debut-LP “XX” gewannen sie im September 2010 sogar den Barclaycard Mercury Prize. Bekanntestes Mitglied der Poprock-Formation ist wahrscheinlich Jamie Smith, der unter dem Pseudonym “Jamie XX” auch solo elektronische Musik produziert: Sehr erfolgreich waren dabei seine Remixe für Radiohead oder den kürzlich verstorbenen Gil Scott-Heron.

Nun gibt es endlich Neuigkeiten von der Insel zu berichten: The XX arbeiten an einem neuen Album und haben auch schon einen Blog dafür im Netz unter “xx-xx.co.uk” eingerichtet. Dort soll nicht nur Werbung gemacht werden, sondern auch Artikel über ihre persönliche Inspiration und wichtige Vorbilder erscheinen, Bilder der Aufnahme-Sessions hochgeladen werden und auch Lieblingslieder der vier sanften Rocker sollen angehört werden können. Das genaue Veröffentlichungsdatum des zweiten Longplayers ist derzeit noch nicht bekannt.

Bis 2009 machte der Keyboarder und Gitarrist Baria Qureshi The XX zum Quartett, mittlerweile ist er wegen persönlichen Problemen und band-internen Differenzen draußen. So sind nur noch der breits erwähnte Jamie Smith an der Drummachine und am Laptop, der Sänger und Bassist Oliver Smith und die Gitarristin und Sängerin Romy Madley Croft übrig. Alle vier stammen aus dem Londoner Stadtteil Putney und gingen gemeinsam zur Schule. Bereits mit zarten 15 Jahren gründeten sie ihre Band und hatten in ihrer Schule auch schon öffentliche Auftritte. Die Elliott School in London gehört zu den besten Bildungseinrichtungen Englands und hat bereits musikalische Talente wie Hot Chip, Burial oder Four Tet hervorgebracht.

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EMA 2011: Die Gewinner

 

© Iosif - Fotolia.com

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Am vergangenen Sonntag Abend wurden in Belfast die diesjährigen MTV European Music Awards verliehen. Ca. 8.000 Fans und mehr als ein paar Millionen TV-Zuschauer sahen sich die pompöse Show in der Odyssey Arena an. Unter Anderem lieferten Justin Bieber, David Guetta, Lady Gaga, Bruno Mars, Coldplay, Red Hot Chili Peppers, Jessie J, LMFAO und Snow Patrol tolle Live-Auftritte. Zum Schluss kam Queen auf die Bühne und beglückte nicht nur treue Fans mit einer Show, die den meisten Zuschauer in Erinnerung bleiben durfte. 

Unter den freudestrahlenden Sieger waren auch dieses Jahr die üblichen Verdächtigen, aber auch ein paar Helden von der Resterampe – unter Anderem die Reste von Queen.

Die Abräumerin des Abends war eindeutig Lady Gaga. Sie wurde mit ganzen vier Awards ausgezeichnet – und zwar in den Königsdisziplinen “Best Female”, “Best Song” und “Best Video” (für “Born This Way”). Auch den Preis “Biggest Fans” bekam sie, denn die vielen Fans hatten für sie ordentlich gevotet.

Die Jungs von 30 Seconds To Mars sorgten ordentlich für Kreischalarm als sie die stolzen Preise in den Kategorien “Best Alternative” und “Best World Stage” bekamen.

Bruno Mars wurde als “Best Newcomer” ausgezeichnet und ließ somit alle Newcomer in seinem Schatten stehen. Außerdem räumte er den Preis in der Disziplin “Best Push” ab.

Die Jungs von Big Bang dürften wohl für die größte Überraschung des Abends gesorgt haben. In der Kategorie “Best Worldwide” hat die südkoreanische Gruppe sogar Pop-Prinzessin Britney Spears und Lena aus dem Rennen geworfen.

Wie es scheint, gelten Linkin Park immer noch als “Best Rock”-Act. Katy Perry bekam wiederum den Preis für den besten Live-Act. Eminem bekam die Auszeichnung als besten HipHop-Act.

Die Jury dürfte alle Queen-Fans glücklich gemacht haben, denn die Band bekam für ihre Zeit vor dem Tode von Freddie Mercury den “Global Icon”-Award.

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